Teilnahmen der Nachwuchsgeneration bei Märkten im Adalbert-Stifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses

Bericht über die Teilnahme am Ostermarkt 2023

Der Ostermarkt 2023 mit dem Riesengebirge

Nach der Premiere beim Adventsmarkt 2022 war nun auch beim Ostermarkt das Riesengebirge in Form eines Standes mit dabei, und zwar organisiert von der Nachwuchsgeneration.

Quasi „gebirgslandschaftsübergreifend“ präsentierten wir vier Gebirge aus den Heimatlandschaften der Sudetendeutschen gemeinsam an einem Stand:
Das Adlergebirge, das Altvatergebirge, das Isergebirge sowie das Riesengebirge.

Fehlte zum Adventsmarkt unser „Altvatergebirgskollege“, fehlte dieses Mal unser „Isergebirgskollege“.

Diese Info zu uns Nachkommen regte wie beabsichtigt zu Nachfragen an.

Aufgrund unserer wie beabsichtigt zu Fragen anregenden Bezeichnung „4 Isar-Gebirge“ kamen wir wie erhofft mit vielen Besuchern unterschiedlichen Alters ins Gespräch und waren überrascht, dass wir dabei viele neue Gesichter sahen. Es machten sich also offensichtlich zum Ostermarkt auch andere Personen auf den Weg in den Adalbert-Sifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses als zum Adventsmarkt.

Unser Stand bot einiges

Diverses aus unseren Heimatlandschaften und teilweise Überraschungen aus dem jeweiligen Gebiet boten wir an sowie diverse Medien (Bücher, CDs). Informationsmaterial rundete unser Angebot ab.

Die Idee eines gemeinsamen regelmäßigen Stammtisches stieß zudem auf Interessse.

Screenshot: Internetseite der Sudetendeutschen

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Der Adventsmarkt im Sudetendeutschen Haus, im Jahr 2022 auch mit dem Riesengebirge

Beim Böhmisch-Mährisch-Schlesischen Adventsmarkt 2022 gab es ein kleines Novum:

Quasi „gebirgslandschaftsübergreifend“ schlossen wir Nachkommen der Kinder- und Enkelgeneration aus dem Adlergebirge, dem Altvatergebirge, dem Isergebirge sowie dem Riesengebirge uns zusammen, damit auch diese Landschaften wieder vertreten sind.

„Wir“ sind:
Felix Fischer – Enkel mit Vorfahren im Adlergebirge -, Lorenz Loserth – Enkel mit Vorfahren im Altvatergebirge -, Holger Effenberger – Enkel mit Vorfahren im Isergebirge – sowie Kirsten Langenwalder – Tochter mit Vorfahren im Riesengebirge.

Unser gemeinsamer Stand war vielfältig bestückt

Unter dem Motto „Heimat zum Lesen, zum Hören, zum Spielen, zum Schmecken, zum Sich-Informieren“ boten wir Bücher, CDs, kulinarische Spezialitäten, Informationen aus den Regionen unserer Vorfahren sowie ein selbst kreiiertes Mundartmemory an.


Unsere Idee war und ist zum einen, dass unsere Heimatlandschaften bei einer Veranstaltung wie dieser auch wieder präsent sind, zum anderen wollen wir Nachkommen andere Nachkommen auf uns aufmerksam machen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich über unsere – ihre – Regionen zu informieren sowie um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Und wir möchten zudem darauf aufmerksam machen, dass sich ebenso die Kinder- sowie die Enkelgeneration für das Thema „Heimat unserer Vorfahren“ interessiert.





Wir nennen uns „4 Isar-Gebirge“*;
dies regte wie geplant zu einigen Nachfragen an.
„Ist das ein Schreibfehler?“,
„Warum ‚Isar-Gebirge‘?“,
lauteten beispielsweise die Fragen.


Auch wenn wir auf unseren Altvater-Kameraden am Stand bedauerlicherweise verzichten mussten – Lorenz hatte einen anderen „heimatlichen Termin“ –, so war unser Stand gut bestückt mit von Lorenz selbstgemachtem „Schmohz“** sowie eigens für den Adventsmarkt bestellten Mohn aus Jägerndorf und, nicht zu vergessen, mit seinem Mundartmemory.

Interessante generationsübergreifende Begegnungen

Wie von uns vorgenommen und gehofft, kamen wir mit Interessenten verschiedener Generationen ins Gespräch und haben festgestellt, dass wir tatsächlich was erzählen können, auch wenn wir „nur“ den Nachfolgegenerationen angehören und wir uns unsere Informationen teilweise selbst zusammen sammeln.
Zugute kommt uns auch der ein oder andere Kontakt zur Erlebnisgeneration.
Wir hören immer gern und gespannt zu, wenn wir die Gelegenheit haben, mit jemandem zu sprechen, der jener Generation angehört, nachdem wir feststellen, dass in unseren Familien über die Kriegszeit sowie die Vertreibung nicht viel gesprochen wird.

Da wir aber möchten, dass die Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten, ist es uns ein Anliegen, uns dafür einzusetzen, dass das Thema eben nicht vergessen wird bzw. dass diejenigen, die von den tragischen Geschehnissen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg kaum Ahnung haben, auf diese aufmerksam werden.


Rückblickend können wir sagen, die Arbeit für unseren Stand hat sich gelohnt, wir hatten interessante Gespräche und haben gesehen, was wir für nächste Aktionen gut gemacht haben und auch, was wir besser machen können.

*Der Name entstand, da wir Beteiligten alle an der Isar wohnen, unsere Wurzelheimat aber in den Gebirgen im Sudetenland liegt.
**Schmohz = Powidl im Altvater-Dialekt, beschrieben auf der von Lorenz Loserth erstellten Internetseite zur Heimatlandschaft Altvater.

– Kirsten Langenwalder –

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