Förderpreis „Heimatpflege-Ausgezeichnet!“ für den Heimatkreis Hohenelbe

„Kleine Heimatmuseen bewahren weit mehr als historische Gegenstände: Sie halten die Geschichten, Erinnerungen und Traditionen unserer Städte, Gemeinden und Dörfer lebendig. Getragen vom großen Engagement vieler Ehrenamtlicher sind sie Orte der Begegnung und des Austauschs und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum kulturellen Leben vor Ort. Damit sie diese wichtige Rolle auch in Zukunft erfüllen können, müssen wir gemeinsam Perspektiven für ihre Weiterentwicklung schaffen“, so Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V. im Rahmen des am 22. Oktober 2026 stattfindenden „Forum.Heimatpflege.Kommunal“ und anschließenden Förderpreisverleihung im Heimatministerium in Nürnberg.

Den Preis „Heimatpflege-Ausgezeichnet!“ erhielt neben sieben Vereinen aus den sieben Regierungsbezirken Bayerns der Heimatkreis Hohenelbe/Riesengebirge e. V. für sudetendeutsche Heimatpflege.
Kleine, ehrenamtlich geführte Heimatmuseen leisten Großartiges! Beim Forum in Nürnberg wurde am 22. Oktober 2026 der Förderpreis „Heimatpflege-Ausgezeichnet!“ verliehen, um dieses wichtige Engagement zu unterstützen.

Der Facebookseite des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat ist zu entnehmen:
„Heimatpflege heißt, sich mit den Orten auseinanderzusetzen, an denen wir leben. Sie hilft, unsere Vergangenheit zu verstehen und offen für Veränderungen zu bleiben. Eine wichtige Aufgabe nehmen dabei unsere Heimatmuseen ein. Es ist uns besonderes Anliegen, das herausragende Engagement und die Arbeit in diesem Bereich anzuerkennen und zu unterstützen. Daher freut es mich besonders, den mit je 1.000 Euro dotierten Förderpreis ‚Heimatpflege-Ausgezeichnet!‘ an kleine, ehrenamtlich geführte Heimatmuseen zu verleihen, die sich mit ihrer Arbeit der Heimatpflege in besonderer Weise angenommen haben.“

Screenshot des Facebook-Beitrags

Die Laudationes hielt Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat.
Hier die Laudatio für den Heimatkreis Hohenelbe/Riesengebirge e. V.:

Auch über 80 Jahre nach Flucht und Vertreibung prägt das Riesengebirge deutsche Kultur. Insbesondere als Sehnsuchtsort der deutschen Romantik und über seine Sagenwelt in Literatur. Heute liegt es an der Grenze vom schlesischen Polen und böhmischen Tschechien im Herzen Europas. Seit 1963 bewahrt das Riesengebirgsmuseum in Marktoberdorf die Geschichte und die Kultur der Sudetendeutschen aus dem Riesengebirge. Es ist das einzige Riesengebirgsmuseum, das es im Bundesgebiet gibt, nämlich Ihres.  Es gibt hier historische Dokumente, Alltagsgegenstände, Trachten und Erinnerungen an Flucht und Vertreibung. Sie pflegen also ein wichtiges Stück Heimatgeschichte. Sie halten es lebendig. Besonders hervorzuheben dabei ist Ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement, insbesondere von Frau Kirsten Langenwalder. Sie hat mit großem Einsatz das Museum erhalten, weiter entwickelt und neu konzipiert. Das Museum ist weit mehr als eine Heimatstube. Es ist ein Erinnerungsort, eine Begegnungsstätte, eine Bibliothek und eine Anlaufstelle und mittlerweile pflegen Sie vielfältige KOntakte in die heutige Region und das Riesengebirge. Es ist eine sehr engagierte europaweite Arbeit von Erinnerung, Verständigung durch Heimatpflege und all das, was Sie tun, ist in der Tat von besonderer Bedeutung. Danke!

v. li. n. re.: Staatsminister Albert Füracker, Kirsten Langenwalder, Christina Meinusch (Heimatpflegerin der Sudetendeutschen), Riesengebirgsnachkommen aus dem Heimatkreis Hohenelbe, Wolfgang Guggenmos für die Stadt Marktoberdorf, Dr. Olaf Heinrich (Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V.)

Die weiteren sieben ausgezeichneten Vereine aus den sieben Regierungsbezirken Bayerns sind:
Kultur- und Heimatverein Egling e. V., Oberbayern
Emerenz-Meier-Haus-Verein e. V., Niederbayern
Förderverein Baierweinmuseum e. V., Bach a.d. Donau, Oberpfalz
Förderverein Heimatpflege Grub am Forst e. V., Oberpfalz
Deutsches Pinsel- und Bürstenmuseum e. V., Bechhofen, Mittelfranken
Bürgerverein Ebern 1897 e. V., Unterfranken
Stiftung Gartenkultur, Neu-Ulm, Schwaben

Fotos mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat
© Florian Graser StMFH
Nur redaktionelle Nutzung.

– kirla –

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