Der Heimatkreis Hohenelbe/Riesengebirge e. V. gratuliert
Christian Eichmann ist 90 Jahre alt

Am 9. Jänner 2026 feiert unser Ehrenvorsitzender Ing. Christian Eichmann seinen 90. Geburtstag.
Zu diesem beeindruckenden Meilenstein möchten wir dem Jubilar gratulieren und ihm für sein jahrelanges großartiges Engagement im Heimatkreis sehr herzlich danken.
Christian Eichmann, geboren 1936 in Arnau, stammt – in fünfter Generation – aus einer der bekanntesten Industriellenfamilien des Riesengebirges. Die Eichmannschen Papierfabriken, die größten ihrer Art in Europa, schrieben Geschichte, ihre hochwertigen Erzeugnisse waren weltbekannt.
Quasi in den Fußstapfen seiner Ahnen in der Papierindustrie, war Christian Eichmann während seines Arbeitslebens im Verkauf von Papiermaschinen in vielen Ländern tätig gewesen.
Enteignung, Schikane, Misshandlungen und Vertreibung blieben auch der Familie Eichmann nach dem Kriegsende 1945 nicht erspart. Völlig mittellos mussten Friedrich und Ruth Eichmann mit ihren drei Kleinen Kindern Christian, Katrin und Natalie ihre geliebte Heimatstadt Arnau für immer verlassen. Über Umwege fand die Familie im Nachkriegsdeutschland ein neues Zuhause. Mit zähem Aufbauwillen und soliden Fachkenntnissen baute Friedrich Eichmann für sich und die Familie eine neue Existenz auf. Dank seiner herausragenden Leitungsqualitäten wurde er Direktor eines Großunternehmens in Nürnberg.
Die Liebe zur Heimat Riesengebirge hat auch Christian Eichmann von klein auf geprägt und durch seine Eltern gewann er frühzeitig Kontakt mit dem Heimatkreis Hohenelbe. Im Jahr 1985 wurde er Mitglied im Heimatkreis und bald darauf Vorstandsmitglied.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich Christian Eichmann u. a. im Arbeitskreis Arnau engagierte, welcher die Bewahrung des kulturellen Erbes, die Pflege der Geschichte und der Kultur der ehemaligen deutschen Bewohner der Stadt Arnau, „auf seine Fahne geschrieben“ hatte. Die Arnau-Stube in Bensheim, der Patenstadt von Arnau, wurde nicht nur bei den Heimattreffen zum Anlaufpunkt zahlreicher Riesengebirgler.

v. l. n. r.: Tomáš Anděl, Prof. Dr. Otto Weiss, Christian Eichmann
(Rübezahl: Martin Šich)
Dank seiner hervorragenden Kontakte zum Bürgermeister von Bensheim Georg Stolle und zum Bürgermeister von Arnau (Hostinne) Karel Klima trug Christian Eichmann auch wesentlich zum Abschluss der Städtepartnerschaft zwischen Bensheim und Hostinne im April 2002 bei. Die Stadt Bensheim hatte bereits 1956 die Patenschaft für die aus Arnau vertriebenen Einwohner übernommen.
Ein weiterer Meilenstein in Christian Eichmanns Wirken war die Übernahme der Funktion des 1. Vorsitzenden des Heimatkreises im Jahr 1996 nach der Amtsniederlegung von Josef Richter.
Unter der Leitung von Christian Eichmann entwickelte sich der Vorstand zu einem tatkräftigen, erfolgreichen Team. Im jährlichen Wechsel wurden Bundestreffen in Bensheim und in Marktoberdorf, der Patenstadt von Hohenelbe, organisiert und die Zusammenarbeit mit den Patenstädten wurde intensiviert. Erstmals fanden auch Bundestreffen in Erfurt, Halle und Dresden statt, waren doch Anfang der 1990er-Jahre zahlreiche Landsleute aus den neuen Bundesländern in den Heimatkreis eingetreten.
Markante Ansprachen bei den Heimattreffen und bei allen offiziellen Anlässen sowie die Beförderung der deutschtschechischen Verständigung waren und sind das „Markenzeichen“ von Christian Eichmann. Gemeinsam mit den tschechischen Partner wurden etliche Projekte wie die Restaurierung von Kriegerdenkmalen, Wegkreuzen und Kirchen erfolgreich realisiert.
In diese Schaffensperiode fällt auch die Herausgabe mehrerer Ortsbücher – u. a. die Ortsbücher von Arnau, Hermannseifen etc. – durch den Heimatkreis sowie die Archivierung und Digitalisierung der Ortsbuch- und Schriftenreihe des Heimatkreises in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden.
Die Liste der Verdienste von Christian Eichmann ist lang. Für seine Verdienste um die Sudetendeutsche Volksgruppe und für seine erfolgreiche Arbeit im Heimatkreis Hohenelbe wurde er im Rahmen der Jahrestagung des Sudetendeutschen Heimatrates am 29. Oktober 2016 vom Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt mit der Rudolf-Lodgmann-Plakette und Urkunde ausgezeichnet. Die Plakette ist die höchste Auszeichnung, die von der Sudetendeutschen Landsmannschaft vergeben wird. Der Heimatkreis hat sein herausragendes Engagement mit den Ehrennadeln in Silber und Gold gewürdigt.
Christian Eichmann hat den Heimatkreis solange wie keiner seiner Vorgänger erfolgreich geführt – von 1996 bis 2022 -, bis er schließlich nach 26 Jahren das Amt aus Altersgründen in jüngere Hände legte. Seitdem steht er als Ehrenvorsitzender dem Vorstand weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.
Der Heimatkreis Hohenelbe und sein Vorstand danken Christian Eichmann sehr herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz und sein großartiges Engagement.
Wir wünschen dem Jubilar für das neue Lebensjahr alles Gute, viel Gesundheit und Freude sowie schöne Stunden mit seiner Frau Carola und seinen Kindern und Enkeln.
Verena Schindler
– 1. Vorsitzende –


3. Bürgermeister Michael Eichinger und der Ehrenvorsitzende des Heimatkreises Hohenelbe Christian Eichmann beim Empfang im Sitzungssaal des Marktoberdorfer Rathauses am 04.10.2025

– Fotos: Gerhard Baumgartl, 2. Vorsitzender des Heimatkreises, beim Bundestreffen 2025 –
