Sonderausstellung: „Angekommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“

Vom 7. Juli bis 14. August im Leutkircher „Museum im Block“: Die Sonderausstellung „Angekommen – Die Intregration der Vertriebenen in Deutschland“.

Beispielhaftes Exponat im Riesengebirgsmuseum Marktoberdorf

„Flucht und Vertreibung von 12 bis 15 Millionen Deutschen bis weit nach Ende des Zweiten Weltkrieges war die größte Zwangsmigration in der europäischen Geschichte. Die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen war rückblickend ein Erfolg, der zu den größten Leistungen Deutschlands nach 1945 zählt. Der Weg dahin war jedoch von einer Vielzahl menschlicher Härten, Leid der Betroffenen und Spannungen zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen geprägt. Die Angekommenen wurden nicht einfach folgenlos von der bestehenden Gesellschaft absorbiert, es kam vielmehr zu den größten politischen, sozialen und konfessionellen Veränderungen seit dem 30jährigen Krieg. Aus vielschichtigen Kulturen der Alt- und Neubürger entstand eine neue deutsche Identität. Daher stellt die Pflege der kulturellen Wurzeln, welche Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 in die neu entstandene Gesellschaft eingebracht haben eine gesamtdeutsche Verantwortung dar, so die Ausstellungsmacher.

Anhand von Texten, Bildern und Objekten werden unter anderem die Situation Deutschlands nach dem Krieg beschrieben, die Herkunft der Vertriebenen, Ankunft und die Strategien der Alliierten aufgezeigt. Weitere Themen sind die Versorgung und Unterbringung, der Alltag, Probleme, Neubeginn und Aufschwung. Ebenso wird auch der Bogen gespannt zur Situation heute und die Kultur der Erinnerung.“

Quelle: Internetseite der Heimatpflege Leutkirch e. V.

Öffnungszeiten des Museums:
mittwochs
14 bis 17 Uhr
1. Samstag im Monat
13 bis 17 Uhr
sonn- und feiertags
13 bis 17 Uhr

kirla –

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